Die Gemeinden St. Marienkirchen und Geiersberg setzen mit ihrem neuen gemeinsamen Bauhof ein starkes Zeichen für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit. Im Rahmen einer Bauhof-Besichtigung wurde das Projekt erstmals einer größeren Runde vorgestellt – verbunden mit dem Auftakt zum ersten von insgesamt vier geplanten Bürgermeisterstammtischen.
Die Idee eines neuen Bauhofs reicht in St. Marienkirchen bereits rund zwölf Jahre zurück. Da der bestehende Bauhof in Geiersberg langfristig nicht mehr den Anforderungen entsprach, wurde vor einigen Jahren die Umsetzung eines gemeinsamen Projekts beschlossen. Dafür gründeten die beiden Gemeinden einen Gemeindeverband, der künftig Organisation und Personal verwaltet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Verbandsangestellte, die Leitung übernimmt der Bürgermeister von Geiersberg als Verbandsobmann.
Besonderes Augenmerk wurde auf eine faire und transparente Kostenaufteilung gelegt. Durch laufende Dokumentation und detaillierte Erfassung des Arbeitsaufwands konnte ein ausgewogener Gemeindeschlüssel erstellt werden. Die jährlichen Betriebskosten von rund 300.000 Euro werden dabei etwa zu zwei Dritteln von St. Marienkirchen und zu einem Drittel von Geiersberg getragen.
Der neue Bauhof umfasst ein Areal von rund 1.800 Quadratmetern mit einer verbauten Fläche von 593 Quadratmetern. Die Errichtungskosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro, zusätzlich sind Investitionen in Ausstattung und Geräte vorgesehen. Auch Nachhaltigkeit wurde mitgedacht: Eine gemeindeeigene Photovoltaikanlage mit 20 kW Leistung sorgt für eine moderne Energieversorgung.
Im Zuge des Projekts wurde zudem der alte Bauhof rückgebaut. Der Abriss erfolgte als eigenständiges Projekt und verursachte Kosten von rund 200.000 Euro.
Im Anschluss an die Besichtigung fand im Gasthaus Eichmair der erste Bürgermeisterstammtisch statt. Zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region sowie Vertreter aus Landes- und Bundespolitik nutzten die Gelegenheit zum Austausch über kommunale Herausforderungen, regionale Entwicklungen und gemeinsame Zukunftsthemen.
Die Kombination aus Bauhof-Besichtigung und Bürgermeisterstammtisch zeigte eindrucksvoll, wie Infrastrukturprojekte und politischer Dialog miteinander verbunden werden können – als Basis für eine starke regionale Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Gemeinden.



