Am Rande des Rieder Bezirksbauernrates vergangenen Donnerstag nutzte der neu gewählte Vorstand der Rieder Jungbauernschaft die Gelegenheit, ein umfassendes Forderungspapier an die agrarpolitische Spitze Oberösterreichs zu übergeben. Damit setzt die junge Generation ein deutliches Signal und macht klar, welche Rahmenbedingungen sie für eine zukunftsfähige Landwirtschaft benötigt.
Im Zentrum des Papiers stehen sieben Kernforderungen, die insbesondere auf die derzeit in Verhandlung befindliche Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union abzielen. Die Jungbauern fordern unter anderem ein ausreichend dotiertes Agrarbudget für Junglandwirte, inklusive Niederlassungsprämie und gezielter Investitionsförderung. Ebenso wichtig sind faire Wettbewerbsbedingungen sowie eine nachhaltige Stärkung der Marktposition junger Landwirte.
Darüber hinaus legt die Agrarjugend großen Wert auf die Absicherung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie auf die verstärkte Förderung von Innovationen und Smart Farming in der heimischen Landwirtschaft. Das Forderungspapier wurde über mehrere Monate hinweg gemeinsam mit Jungbäuerinnen und Jungbauern aus ganz Österreich erarbeitet und spiegelt somit ein breites Stimmungsbild der jungen Generation wider.
„Auch die landwirtschaftliche Jugend braucht vernünftige Perspektiven, um die elterlichen Betriebe übernehmen und langfristig erfolgreich wirtschaften zu können“, betont Nationalratsabgeordneter und Bauernbundmandatar Manfred Hofinger im Zuge der Übergabe. Neben ihm wurde das Papier auch an Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger sowie Landtagsabgeordneter Günther Lengauer überreicht. Bereits im Vorfeld fand das Forderungspapier zudem den Weg zu weiteren agrarpolitischen Entscheidungsträgern auf Bundesebene.
Die Innviertler Agrarjugend zeigt sich zuversichtlich, dass ihre Anliegen in der politischen Diskussion Gehör finden. Denn eines steht für sie fest: Nur wenn die Bedürfnisse der jungen Generation ernst genommen werden, kann die Zukunft der heimischen Landwirtschaft, und damit auch die langfristige Ernährungssouveränität, gesichert werden.
